Der RFM-ESChVision – Eurovision Countdown 2026

10 Songs, die ihr auf dem Radar haben solltet!

Zum 70. Mal findet der Grand Prix de la Chanson, der Eurovision Song Contest, in diesem Jahr statt! Nach dem Sieg von JJ Pietsch mit der „Popera“-Powerballade „Wasted Love“ in Basel 2025 geht’s in diesem Jahr für den eurovisionären Wanderzirkus nach Wien. Schon diesen Samstag, den 16.05., ist es endlich soweit und beim Finalabend werden wieder die legendären „Twelve Points – Douze Points“ verteilt.

Am Finalwochenende gibt’s auch in diesem Jahr einen RFM-ESChVision Countdown von Jakob Mayer und Celine Riegert zur passenden Einstimmung auf den größten Musikwettbewerb der Welt!

Am Freitagabend starten wir um 18:05 mit einem Blick aufs Gastland Österreich, Samstag geht’s dann in Einstimmung aufs Finale ab 17:05 weiter mit 3 Stunden ESChVision: Wir blicken nochmal auf alle Songs der diesjährigen Saison, gestaffelt nach den Halbfinalen und zum Schluss gibt’s nochmal das beste aus dem Vorjahr zur Preparty.

Vorab wollen wir mit euch noch einen Blick auf 10 Songs werfen, auf die ihr am Samstag unbedingt achten solltet!

  1. Finland: Linda Lampenius x Pete Parkkonen – Liekinheitin

Keine Frage: Finland ist in diesem Jahr seit Veröffentlichung des Liedes mit gutem Grund auf Platz 1 der Wettquoten. Liekinheitin, zu deutsch Flammenwerfer, überzeugt mit einer spannenden Mischung aus uptempo Beats, anschmachtbaren Finnen, von denen man kein Wort versteht und Live-Geige! Letzteres musste per Ausnahmegenehmigung beantragt werden, klingt aber fantastisch! Vor allem, weil mit Linda Lampenius eine Weltklasseviolinistin die Saiten mit atemberaubender Präzision und fantastischem Klang malträtiert. David Guerret kann einpacken, denn bei ihrer Power muss der Fidelbogen wohl pro Probentag einmal neu bespannt werden.

  1. Moldau: Satoshi – Viva Moldova!

Salutti a tutti, Moldova is on duty! Lyrische Ergüsse sollte man bei Moldaus diesjährigem Beitrag nicht erwarten, aber dieses Lied reißt einfach mit! Im nationalen Vorentscheid erhielt die Hymne auf die Unabhängigkeit der Heimat bei 15 weiteren Kontrahenten, die 16-fache Menge an Zuschauerstimmen vom Zweitplatzierten Beitrag, was ein Durchmarsch! Uns erwarten Rap, ein Potpourri internationaler Sprachen, Flöten und viel Hüpfen! Da wollen auch wir mithüpfen! Viva Moldova! Ohne Frage der ESC-Partyhit 2026!

  1. Dänemark: Søren Torpegaard Lund – Før Vi Går Hjem

Hier haben wir den Ohren- und Augenschmaus für alle, welche die jährlich schlechter werdenden ESC-Gags mit schwarz-gelben Apps verstehen! Ein verdienter Sieg im nationalen Finale dank beeindruckender Live-Performance. Lied und Sänger haben eine kräftige, durchdringende, talentierte und auch zaghaft erotische Bühnenpräsenz auf halber Strecke zwischen gutem Schwiegersöhnchen und Rush von Troye Sivan – und nur ganz selten rutschen die eher unerotischen dänischen Kehlkopfvokale raus. So schön kann Dänisch klingen!

  1. Frankreich: Monroe – Regarde!

Wer bei „Wasted Love“, „The Code“ oder auch „Berghain“ Gänsehaut bekommt, für den wird auch der diesjährige französische Beitrag etwas sein. Auch dieses Jahr kommen wir in den Genuss einer fantastischen Pop-Opera-Nummer. Das Orchester spielt sich mit geballter Wucht seinen Weg zurück in die Popmusik. Zugegeben, gerade der Einstieg ist doch sehr nah an Rosalias Hit, aber insgesamt ist das Lied ein wunderbar französisches Gesamtpaket und wunderbar gesungen obendrein und das von einer Sängerin mit gerade einmal 17 Jahren! Chapeau!

  1. Tschechien: Daniel Zizka – Crossroads

Der tschechische Beitrag hat unserer Sendung einen enormen Dienst geleistet. Denn dieses Lied ist der Grund, weshalb ESChVision Autor Jakob nach der durchwachsenen Saison (wir berichteten) überhaupt noch kurz vor Torschluss in den ESC-Hype einsteigen konnte und seine Lust wiederfand. „Crossroads“ ist eine hübsche Indie-Pop-Ballade eines ebenso hübschen Jüngelchens, der die zahlreichen Irrwege und Möglichkeiten des jungen Erwachsenendaseins besingt. Die grandiose Feinabstimmung der Musik und Beats wird auf der schnelllebigen ESC-Bühne wohl kaum die Durchdringungskraft entfalten, die bei unserem Autor hängen blieb. Auch deshalb schwankten die Quoten für Daniel Zizka zuletzt stark, vielleicht ein Dark Horse, vielleicht auch ein Rohrkrepierer.

  1. Kroatien: LELEK – Andromeda

Nach „My Sisters Crown“ aus Tschechien 2023 und “Bur man laimi” aus Lettland 2025 kommt die diesjährige Hexenbeschwörung aus Kroatien. Wer schon immer die Mystik, geheimnisvolle Runen und fliegende Nonnen beim ESC vermisst hat, der wird bei „Andromeda“ fündig und auf seine Kosten kommen. Ein super unterhaltsames Gesamtpaket, das die musikalische Breite des Grand Prixs wie eh und je bereichert!

  1. Schweden: Felicia – My System

Ob Cascada die Erlaubnis zum samplen des Refrains von „Everytime we touch“ gegeben hat, ist nicht bekannt. Belangt werden kann Felicia wohl auch kaum, denn durch ihr Markenzeichen, eine Maske, erkennt man die schwedische Sängerin nicht, die noch bis vor kurzem unter dem Pseudonym „Fröken Snus“ für den schwedischen Ballermann in Bullerbü im Wochenryhtmus „Epadunk“-Hits lieferte (Epadunk ist sowas wie Ikke Hüftgold auf Schwedisch). Als klassischen Mallehit würden wir „My System“ nicht sehen, eher als soliden Clubsound. So unterhaltsam wie „Bara bada Bastu“ wird es nicht, aber Schweden ist und bleibt ein Powerhouse!

  1. Griechenland: Akylas – Ferto

Für die Generation Tik Tok tritt Akylas aus Griechenland an. In diesem Lied passiert viel, wirklich VIEL! Zwischen hypnotisierender LED-Wand und psychodelischen Tanz-Beats gefühlt weit jenseits der 150 BPM packten die Griechen noch eine Art Lyra und wiederverwendete Pelzhüte von Nemo. Besungen wird die Übersättigung der Gesellschaft, also alles in allem stimmig, aber nichts für Epileptiker.

  1. Nowegen: Jonas Lovv – Ya Ya Ya

Als Außenseiter hat Jonas Lovv schon im beim norwegischen Vorentscheid mit einer phänomenalen Live-Performance einen sensationellen Durchmarsch hingelegt. Hier kommt gute Laune-Poprock mit Bühnensexappeal, der der EBU zeitweilig etwas zu heiß wurde. In Nagellack und Latzhose sieht Jonas Lovv in der Tat ganz gut aus, wenn nur nicht dieser Pornobalken wäre.

  1. Deutschland: Sarah Engels – Fire

Wir geben zu, hier sind unsere Moderatoren Celine und Jakob gespaltener Meinung, ähnlich wie der Rest von Deutschland und Europa. Aber man muss festhalten: Immerhin hat es Deutschland mit dem Lied und der Textzeile Fire Fire – Liar Liar seit Jahren endlich mal geschafft das Genre ESC-Pop zielsicher anzusteuern. Eigentlich kommt kein Jahrgang ohne Fire-Reime aus und dieses Jahr sind wir halt dran. Das Lied haben wir so schon mehrfach gehört, aber es kam auch schon mehrfach gut an, man denke nur an Fuego 2018 und die Performance erinnert entfernt an Slomo 2022. ESChVision-Autor Jakob glaubt an das Lied und wird dieses Schiff stur segeln, bis es untergegangen ist.

Wir freuen uns auf den ESC. Die letzte neue Folge ESChVision für diese Saison und Staffel wird dann vrsl. am Samstag, den 23.05. ODER 06.06. die Nachbesprechung des Finales. Bis dahin wünschen viel Spaß bei Eurovision

Jakob Mayer & Celine Riegert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.