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Medienanstalt will bei den Bürgerradios in Hessen nur noch auf DAB+ und Online setzen
Die Landesmedienanstalt Hessen, die auch im Falle von RFM für die Ausstrahlung des Programms über UKW und DAB+ zuständig ist, hat uns zum Jahresende überraschend mitgeteilt, dass sie die mit dem Sendernetzbetreiber abgeschlossenen Verträge über die UKW-Verbreitung der sieben nicht-kommerziellen Bürgerradios in Hessen zum nächstmöglichen Zeitpunkt, spätestens aber zum 30. Juni 2026, aus finanziellen Gründen kündigen wird.
Die sieben Bürgerradios in Hessen wurden vorab weder informiert, dazu gehört oder gar in diese weitreichenden Entscheidungen einbezogen.
„Wir wären in unserem eigenen Kerngebiet auf UKW nicht mehr empfangbar, dafür über DAB+ in Südhessen“, sagt Martin Müller, erst im November 2025 im Amt bestätigter Vorstand des Trägervereins ‚Rundfunk Meißner RFM e.V.‘
Betroffen von der Abschaltung wären bei RFM die UKW-Sender in Eschwege auf 99,7 MHz und in Witzenhausen auf 96,5 MHz. RFM ist das einzige Bürgerradio in Hessen, das nicht nur eine Stadtn sondern einen ganzen Landkreis als Einzugsgebiet hat. Die anderen sechs NKLs in Hessen senden in Kassel, Marburg, Rüsselsheim, Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden.
Bereits 2018, mit Einführung von DAB+ auch bei RFM, hatte die Mediananstalt die beiden UKW-Sender in Hessisch-Lichtenau und Sontra abschalten lassen – mit fatalen Folgen für die Hörer in wesentlichen Teilen des Werra-Meissner-Kreises.
Der lokale Hörfunk erfüllt seit Jahrzehnten einen unverzichtbaren publizistischen, kulturellen und demokratischen Auftrag. Er informiert verlässlich über regionale Ereignisse, gibt lokalen Akteuren eine Stimme, stärkt die Meinungsvielfalt und leistet insbesondere in Krisen- und Katastrophensituationen einen elementaren Beitrag zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Diese Funktionen sind untrennbar mit der flächendeckenden, niedrigschwelligen und technisch robusten Verbreitung über UKW verbunden.
Hinzukommt, dass Bürgerfunk kein beliebiges Medienangebot ist. Er ist gelebte Demokratie. Hier kommen Menschen zu Wort, die sonst keine Stimme haben: Ehrenamtliche, Initiativen, Vereine, junge Menschen, Seniorinnen und Senioren, Migrantinnen und Migranten. Bürgerfunk ist niedrigschwellig, lokal verankert und unmittelbar – und genau deshalb auf UKW angewiesen.
UKW ist für den Bürgerfunk keine Komfortfrage, sondern eine Existenzgrundlage. Bürgerfunk lebt davon, dass er ohne technische, finanzielle oder digitale Hürden empfangen werden kann. Viele der Menschen, die ihn gestalten und hören, verfügen weder über DAB+-Geräte noch über stabile Internetzugänge oder die notwendige digitale Routine, was wir aus entsprechenden, regelmäßigen Rückmeldungen der Hörerschaft wissen. Eine Verlagerung auf rein digitale Verbreitungswege würde faktisch bedeuten: Bürgerfunk wird zum Angebot für wenige – und verliert seinen Kern. Vor allem in ländlichen Gebieten wie dem Werra-Meißner-Kreis.
Was hier auf dem Spiel steht, ist nicht nur ein Übertragungsweg, sondern ein verfassungsrechtlich und medienpolitisch gewolltes Prinzip: die Förderung von Meinungsvielfalt, Partizipation und Medienkompetenz. Bürgerfunk ist Ausbildungsraum, Integrationsplattform und demokratisches Lernfeld besonders im ländlichen Raum. Er vermittelt Medienverständnis nicht nur theoretisch, sondern praktisch – mitten in der Gesellschaft.
Eine Abschaltung der UKW-Frequenzen für den Bürgerfunk käme einer schleichenden Abschaffung gleich. Ehrenamtliches Engagement würde entwertet, jahrzehntelang aufgebaute Strukturen zerstört und lokale Öffentlichkeit weiter ausgedünnt. Gerade in Zeiten wachsender Politikverdrossenheit, verhärteter Diskussionen und gesellschaftlicher Spaltung wäre das ein fatales Signal.
Die Annahme, digitale Verbreitungswege könnten UKW kurzfristig vollständig ersetzen, verkennt die Realität vor Ort. Ein erheblicher Teil der Bevölkerung – insbesondere ältere Menschen, Pendlerinnen und Pendler sowie sozial schwächere Gruppen – nutzt weiterhin ausschließlich UKW. Weder DAB+ noch internetbasierte Angebote erreichen derzeit im ländlichen Werra-Meissner-Kreis eine vergleichbare Verbreitungssicherheit, Akzeptanz und Reichweite. Eine vorschnelle Abkehr von UKW würde somit faktisch zu einem Ausschluss relevanter Bevölkerungsgruppen von lokaler Information führen.
Die Medienanstalt rechtfertigt sich bei der Entscheidung gegen UKW mit einem „vorläufigen Ergebnisbericht“ zu einer unveröffentlichten „Funkanalyse NKL“ aus dem Sommer 2025, auf deren Basis die Notwendigkeit des kostenintensiven Simulcast-Betriebs (UKW und DAB+) unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten kritisch hinterfragt worden sei.
Man komme zu dem Ergebnis, dass „die Vorab-Ergebnisse deutlich belegen, dass die Zukunft der Verbreitung und Nutzung der NKLs im Digitalen (DAB+ und Streaming) liegt“.
Genaue Zahlen über den tatsächliche Marktanteil von DAB+ in Hessen gibt es aber offensichtlich nicht. Aus öffentlich zugänglichen Zahlen lässt sich allenfalls ableiten, dass bei einer durchschnittlichen Marktdurchdringung für DAB+ von gerade mal 30 – 40 % auf ganz Hessen gesehen dieser Prozentsatz in einem ländlich strukturierten Raum wie dem Werra-Meißner-Kreis noch einmal deutlich niedriger liegen dürfte.
Eine Abschaltung von UKW-Frequenzen hätte somit fatale Folgen für die lokalen Bürgerradios.
Laut öffentlich vorliegenden Zahlen des Landesrechnungshofes stiegen von 2020 bis 2023 die Kosten für die UKW-Verbreitung der NKLs über verschiedene externe Dienstleister um grade mal 2,5 %, während sich die Kosten für DAB+ über die zur Medienanstalt gehörenden ‚Hessen Digital Radio‘ um 40 % erhöhten.
Hinzu kommen aber auch ganz grundsätzliche Überlegungen:
DAB+ ist kein gleichwertiger Ersatz für UKW.
Diese Tatsache wird in der politischen und regulatorischen Debatte konsequent ausgeblendet:
Finanzielle Einsparungen dieser Art dürfen nicht einseitig auf dem Rücken der Hörerinnen und Hörer und nicht auf Kosten lokaler Medien stattfinden.
Wir setzen uns daher intensiv für
ein.
Eine UKW-Abschaltung betrifft nicht nur eine Technik – sondern behindert Stimmen, Nähe und demokratische Öffentlichkeit vor Ort. Der Verlust von UKW-Frequenzen wäre für uns ein irreversibler Schaden – nicht nur für RFM, sondern für alle Hörer des nicht-kommerziellen Lokalrundfunks in Hessen.
Wir bitten Sie, unser Radio und unser ehrenamtliches Team in seinen Bemühungen um den Erhalt der UKW-Frequenzen zu unterstützen!
Schreiben Sie uns einfach eine Nachricht an ‚ukw@radiorfm.de‚
Alle vier Kandidaten im persönlichen Gespräch mit RFM-Redakteur Jakob Mayer

Wer sind die vier Kandidaten, die am 15. März 2026 Eschweges neuer Bürgermeister werden wollen? Welche Werte vertreten sie, was treibt sie an, und welche Vision haben sie für die Zukunft der Kreisstadt und ihrer Bürger?
Diesen Fragen widmet sich Radio RFM, wo Samstag die Sendung das erste Mal ausgestrahlt wird.
(Weitere Sendetermine folgen – Info unter Radiorfm.de>Unser Programm.)In persönlichen „Homestories“ hat RFM-Redakteur Jakob Mayer jeweils einen der vier Kandidaten für das Bürgermeisteramt zu einem ausführlichen Einzelgespräch getroffen. Abseits klassischer Wahldebatten standen dabei nicht nur politische Programme im Mittelpunkt, sondern vor allem die Persönlichkeit, der Lebensweg und die Motivation der Bewerber.
In der Reihenfolge, wie die Kandidierenden ihre Bewerbung öffentlich bekanntgegeben haben, erhalten die Hörerinnen und Hörer Einblicke ins private, berufliche und politische Leben von Jochen Grüning (Freie Wähler), Henning Bartels (CDU), Lukas Sennhenn (B90/Grüne) und Nicola-Alexander Ferl (SPD). Und das Ganze in vertrauter Umgebung, den die Kandidaten durften entscheiden, wo die Gespräche stattfinden sollen.
Jakob Mayer, Sprecher des Redakteursplenums von RFM, Moderator der Sendung „EschVision“, selbst im politischen Stadtgeschehen ebenfalls aktiv und kennt als Stadtverordneter alle vier Kandidierenden und ihr politisches Wirken in der Stadt sehr gut.
Das Ergebnis sind vier halbstündige Gespräche auf Augenhöhe, vier persönlichen Podcasts, bei denen nicht nur die politischen Forderungen der Kandidaten, sondern auch ihr privater Hintergrund, ihre Hobbies und die Motivation ihres gesellschaftlichen Engagements Thema sind und offen angesprochen werden. „Nur wenige Eschweger haben wohl bisher im Wahlkampf die Gelegenheit gehabt, so intensive und persönliche Gespräche über die Stadtpolitik mit den vier Kandidaten zu führen“‘, sagt Jakob Mayer über die Sendung.
Im Radio werden die Gespräche in Reihenfolge der Veröffentlichung der Kandidaturen als zusammenhängende Sendung ausgestrahlt.
Die vier Gespräche hintereinander gibt es im Radio am
Samstag, 21.2. – 18.05 Uhr bis 21 Uhr
Dienstag, 24.2. – 19.05 Uhr bis 22 Uhr
Donnerstag, 26.2. – 15.05 bis 18 Uhr
Samstag, 28.2. – 10.05 Uhr bis 13 Uhr
Samstag, 28.2. – 21 Uhr bis Mitternacht
(Weitere Sendetermine folgen – Info unter radiorfm.de>unser programm.)
Zu empfangen ist Radio RFM über UKW in Eschwege auf 99,7 und in Witzenhausen auf 96,5, sowie über DAB+ und online auf radiorfm.de.
In der RFM-Audiothek unter radiorfm.de/audiothek finden sich die Gespräche zum Nachhören dann auch separat.
Neue Sendung von und mit dem bekannten Jazzmusiker Alexander Blume aus Eisenach

Alexander Blume ist langjähriger Radiomacher und Moderator beim Eisenacher Wartburgradio. Er produziert seit vielen Jahren eine wöchentliche Jazzsendung, die auch von anderen Sendern ausgestrahlt wird.
Alexander Blume gehört zu den international bekannten und erfolgreichen Vertretern der ostdeutschen Blues- und Jazzszene und zählte bereits im Alter von 20 Jahren zu ihren besten Boogie Woogie- und Bluespianisten. Besonders seine Zusammenarbeit mit Stefan Diestelmann, dem „Blueskönig“ der ehemaligen DDR, in den Jahren 1979 bis 1984, das gemeinsame Musizieren mit seinen vier Söhnen Michael, Cornelius, Daniel und Maximilian in der „Blume Jazzfamily“ von 1996 bis 2006 und viele musikalische Projekte in Verbindung mit sozialen und ökologischen Themen stellen wichtige Meilensteine in seinem künstlerischen Schaffen dar. Bereits im Alter von 13 Jahren gründete er mit seinem ein Jahr jüngeren Bruder Stanley eine Jazzband, die sich sowohl dem traditionellen Jazz als auch moderneren Musikformen zuwendete. Er kann heute auf 56 Jahre Bühnenerfahrung, auf über 50 CD-Produktionen, TV-Auftritte, Hörspielmusiken und unzählige Konzerte im In- und Ausland zurückblicken.1992 eröffnete Alexander eine private Musikschule in Eisenach/Thüringen. Als Geschäftsführer, pädagogischer Leiter und Lehrer für Tasteninstrumente, Gesang, Schlagzeug und frühkindliche musikalische Bildung unterstützt er viele Menschen in ihrer musikalischen Ausbildung. Darüber hinaus ist Alexander als Autor von musikpädagogischen Werken und als Dozent an diversen allgemeinen und akademischen Bildungseinrichtungen tätig. Er ist Mitglied des Landesmusikrates Thüringen und Landessprecher des Deutschen Rock- und Popmusiker Verbandes für Thüringen.
Die ‚RFM – JazzTime‘ gibt es ab sofort jeden Samstag um 18.05 Uhr – im wöchendlichen Wechsel mal eine, mal zwei Stunden. Wir wünschen entspannte Unterhaltung.