Großes Johannisfest-Singen 2020 mit den REIFEN HERREN‘ und Ralph Nowag …

Johannisfestfreitag mit RFM und den „Reifen Herren“präsentiert von Harry Schade alias Ralph Nowag

Wo mer gerade bei der Musik sinn. Das is ja au noch so`n Problem. Mit den Spielmannszüjen unn den Kapellen, das wird woh nüscht werden. Unn au die Musikgruppen unn irjendwelchen Bands am Stad, in der Marktstraße, am Machgdplatz oder ohm am Studienratballermann, uffem Schulberch, das wird woh au nüscht.

Aber für die musikalische Stimmung wird woh trotzdem gesorcht sein, womit ich an disser Stelle ein offenes Geheimnis verrate: Ihr könnt euch nämlich wie früher fühlen, wenn ihr am Freitach um 20.05 Uhr Radio RFM anstellt. Da laufen nämlich drei Stunden lang nur Stücke von den „Reifen Herren“. Dann stellt sich fast audomadisch das Gefühl von vor übber zehn Jahren ein. Ihr braucht nur de Auren zuzumachen unn an eurem Bierchen nippen. Is doch ’ne dolle Idee, ne? Über Drei Stunnen „Reife Herren“ im Radio… unn nu verrate ich euch noch eins: Ich bin au dabei!

Euer Harry Schade

Johannisfestfreitag 2020 (zur Einstimmung) ab 20.05 Uhr Harry Schade (alias Ralph Nowag) mit Hits der„Reifen Herren“ und dem Johannisfest-Gedicht.

Danach die „Hosenträger-Langversion“ von über einer Stunde Laufzeit.

Zu hören auf UKW in und um Eschwege auf 99,7 und in Witzenhausen und Umgebung auf 96,5 sowie auf DAB+ und im Livestream über www.radiorfm.de.

Erinnerungen an Ursula Vaupel

Thekla Rotermund-Capar im Gespräch mit Milena Vaupel-Kenter

Ursula Vaupel wäre am 20. Juni diesen Jahres 92 Jahre alt geworden. Ein guter Grund, um an diese sehr (frauen-) bewegte und bewegende Frau zu erinnern.

Ursula Vaupel (†)

Ursula hat nach ihrer Pensionierung viele Projekte in Eschwege umgesetzt: sie hat die Eschweger Geschichte erforscht und sich besonders mit der Kaiserin Theophanu als Ahnin von Eschwege und ihrer Tochter Sophia als Gründerin des Cyriakusstiftes in Eschwege befasst. Sie hat das Buch „Hexenprozesse in Eschwege 1657“ veröffentlicht und dafür gesorgt, dass der Kerker, in dem die als Hexe verfolgte Catharina Rudeloff einsitzen musste, restauriert und in die Gästeführung mit aufgenommen wird. Ursula Vaupel hat nach großen Widerständen erreicht, dass vor der Volkshochschule die feierliche Enthüllung des Mahnmals gegen Gewalt „Erinnern – widerstehen – für Menschenwürde“ von Christa T. Beyer im Beisein des Landrats Stefan Reuss stattfinden konnte. Auf ihr Betreiben hin konnte schließlich auch das Labyrinth auf dem Schulberg – dem Frauenort in Eschwege schlechthin – realisiert werden.

Mit 70 Jahren hat sie begonnen, ein Buch für ihre Enkel über ihre Vergangenheit zu schreiben, das dann schließlich überarbeitet mit dem Titel „Auch ich war ein Hitlermädchen“ veröffentlicht wurde. Von 2011 an hat sie gemeinsam mit ihrer Tochter Lesungen in Schulen aus ihrem Buch durchgeführt.
Auf der Grundlage ihres Buches „Auch ich war ein Hitlermädchen“ haben ihre Tochter Milena Vaupel-Kenter und Thekla Rotermund-Capar, die Gleichstellungsbeauftragte des Werra-Meißner-Kreises eine Stunde im RundFunk Meißner über Ursula’s Vergangenheit und ihre Projekte gesprochen. Ursula Vaupel war es sehr wichtig, Schülerinnen und Schüler, aber auch Erwachsene, aufzufordern, achtsam und wachsam zu bleiben, hinter Dinge zu schauen, diese zu reflektieren und sich nicht so verblenden zu lassen, wie ihre Generation verblendet worden ist. Ihre letzte Botschaft lautete: „Es ist wichtig, dass Ihr Euch mit allen Wesen verbunden fühlt und keiner Ideologie nachrennt.“  Am 4. Januar 2018 ist die Historikerin Ursula Vaupel aus Eschwege verstorben.

Die Sendung war zu hören bei RFM u.a. am 20. Juni 2020.